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Wildrosen

Wildrosen sind eine naturbelassene Urform der Rose und meist große Sträucher mit sehr unterschiedlichen Blüten- und Wuchsformen. Sie sind einmalblühend und sehr gut an ihren ungefüllten, fünfblättrigen Blüten zu erkennen. Die Farbenvielfalt und der herrliche Duft der Wildrosenarten machen sie für Hausgärten besonders interessant. Da alle veredelten Kulturrosen auf Wildrosen zurückgehen, haben sie auch für die Rosenzucht eine große Bedeutung.


Im Gegensatz zu anderen Rosenarten benötigen sie keinen jährlichen Rückschnitt. Ihr Pflegeaufwand ist sehr gering, da sie sogar mehrere Jahre gänzlich ohne Schnitt auskommen. Vom regelmäßigen Zurückschneiden wie z.B. bei Edelrosen ist eher abzuraten, da Wildrosen am alten, vorjährigen Holz blühen. Um eine üppige Blütenpracht entwickeln zu können, brauchen sie also ältere Triebe. Vertrocknete Äste, erfrorene Spitzen sowie altes und totes Holz können dagegen ohne Bedenken herausgeschnitten werden. Der Schnitt sollte leicht geneigt etwa fünf Millimeter über dem Auge erfolgen und die schräge Schnittfläche vom Auge weg führen. Dadurch läuft das Regenwasser nicht über den neuen Austrieb ab. Fäulnisbildung am Schnitt bleibt somit aus und die Triebknospe bleibt trocken.


Im Gegensatz zu vielen Zuchtrosen sind ihre wilden Artgenossen witterungsresistent und weniger anfällig für Krankheiten. Durch den natürlichen, dichten Wuchs kann es aber auch bei Ihnen zu einem Pilzbefall kommen. Um dies und ein vorzeitiges Vergreisen zu vermeiden sollten alle fünf bis sieben Jahre die ältesten oder zu groß geratenen Triebe radikal heruntergeschnitten werden. Dadurch wird mehr Platz für neue Triebe geschaffen. Ein frischer Austrieb verjüngt den Stock und hält ihn gesund. Nach dem Rückschnitt findet der Strauch zwar wieder in seine natürliche Wuchsform zurück, trotzdem sollte er schonend und unauffällig erfolgen. Einer gut geschnittenen Wildrose darf man den Schnitt nicht ansehen.


Einmal gepflanzt benötigen wilde Rosen kaum noch Pflege. An die Lichtverhältnisse und den Standort werden nur geringe Ansprüche gestellt. Jedoch gedeihen heimische Arten an sonnigen Plätzen besonders gut. Ob sie in magerem oder nährstoffreichem Boden wachsen, ist relativ unerheblich – Wildrosen passen sich einfach ihrer Umgebung an.


Die genügsamen Sträucher benötigen nur wenig Wasser, was bei den immer länger anhaltenden Trockenheitsperioden ein großer Vorteil gegenüber Zuchtrosen ist. Düngen muss man sie nicht. Auch für Hobbygärtner mit wenig Erfahrung ist es somit ein Leichtes Wildrosen in ihrem Garten zu haben.

Beliebte einheimische Wildrosen-Arten:

  • Hundsrose (Rosa canina)
  • Kartoffel-Rose (Rosa rugosa)
  • Essig-Rose (Rosa gallica)
  • Feld-Rose (Rosa arvensis)
  • Rotblatt-Rose (Rosa glauca)
  • Apfel-Rose (Rosa villosa)