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Wildbienen

Die Zerstörung wichtiger Lebensräume durch die industrielle Landwirtschaft sowie deren immenser Pestizideinsatz haben viele Wildbienenarten an den Rand des Aussterbens gebracht. Eine Vielzahl bedeutsamer Nutzpflanzen, darunter auch Obstgehölze wie z.B. Apfel, Birne oder Himbeere, ist auf Wildbienen als Pollenüberträger angewiesen. Etliche Vögel sind auf Wildbienen spezialisiert und sterben folglich mit ihnen aus.


Doch nicht nur für die Bestäubung selbst, sondern auch für die Qualität der Früchte ist die Artenvielfalt der Wildbienen von großer Bedeutung. Je mehr Wildbienenarten es gibt, desto häufiger wird jede einzelne Blüte angeflogen. Dadurch wird der Ertrag maßgeblich gesteigert. Honigbienen allein reichen nicht aus um den Rückgang der Wildbienen aufzufangen. Zum einen fliegen sie im Frühjahr erst bei bestimmten Temperaturen und somit deutlich später als ihre wilden Artgenossen. Zum anderen können sie viele Blüten nicht bestäuben, da sie keinen Rüssel haben wie z.B. Hummeln.


Im Gegensatz zu den Honigbienen sind die meisten Wildbienenarten Einzelgänger und leben solitär. Die Ausnahme bilden Hummeln und einige Arten der Furchenbienen. Eines haben Sie allerdings gemeinsam: Sie mögen es warm und trocken. Daher verwundert es nicht, dass beinahe Dreiviertel aller Bienenarten im Boden nisten. Diese Tatsache sollte man unbedingt bedenken, wenn man sie beim Nestbau unterstützen möchte.


Sogenannte Bienenhotels sind schön und gut, aber die meisten Arten freuen sich über wenig bepflanzte sonnige Bereiche im Garten. Da hier normalerweise keine Staunässe entsteht, graben sie ihre Nistgänge vorzugsweise in Sand-, Löss- oder Lehmböden. Die Nester sind somit gut vor Feuchtigkeit geschützt, die Schimmelbildung oder Fäulnis begünstigen kann.


Wildbienen existieren in zahlreichen Formen und Farben und haben eine enorme Vielfalt in Gestalt und Aussehen. Dabei können sie leicht mit Schwebfliegen oder Wespen verwechselt werden. Die meisten Wildbienen sind pelzig behaart, andere jedoch sind wiederum fast kahl. Besonders bei den nestbauenden Bienen ist die Behaarung stark ausgeprägt. Der sehr feine Pelz der Bienen ermöglicht ihnen jede Menge Pollen einzusammeln, den sie zur Versorgung ihrer Brut benötigen. Die Färbung reicht dabei über rot, braun, weiß bis hin zu gelb oder orange und ist nahezu einzigartig unter den Stechimmen.


Die Weibchen bauen ihre Nester allein und versorgen ihre Brutzellen ohne die Hilfe von Artgenossen. Rund ein Viertel aller Wildbienen in Deutschland sind Kuckucksbienen, das heißt sie betreiben überhaupt keine Brutvorsorge. Als Parasitenweibchen schleichen sie sich in fremde Wildbienennester ein. Die Kuckuckslarven ernähren sich vom Pollenvorrat der Wirtsbiene und schlüpfen später anstelle der Wirtslarven, die verhungern.


Wildbienen ernähren sich ausschließlich von Nektar und Pollen. Besonders dabei ist, dass viele von ihnen auf den Pollen einer ganz bestimmten Pflanzenfamilie oder – gattung angewiesen sind. Einige benötigen sogar den Pollen einer ganz bestimmten Pflanzenart, um ihre Nachkommen zu versorgen. Nektar nutzen sie überwiegend für ihre eigene Energieversorgung – und sind hier deutlich weniger wählerisch.